2010 habe ich zum ersten mal vom AIDS-Tempel in Thailand gehört und alles gelesen was ich im Internet darüber finden konnte. Es hat mich völlig gefesselt und nicht mehr losgelassen. Also beschloss ich nach Thailand zu fliegen und mir vor Ort ein Bild zu machen. Ein Jahr später war ich an dem Ort der mich sofort beeindruckt hat….Wat Phrabatnamphu….

Es wurden Erinnerungen an meine Jugend wach, als ich davon träumte irgendwo auf dieser Welt in einem Hilfsprojekt zu arbeiten. Daraus ist natürlich nichts geworden, wie es halt so ist im Leben. Aber hier könnte es wahr werden.

im Januar 2012 stand ich wieder im Kloster und habe mich als Volontär gemeldet. Nachdem die Formalitäten erledigt waren, durfte ich endlich in das Hospiz und meine Arbeit aufnehmen….das gestaltete sich unerwartet kompliziert. Ich sprach ihre Sprache nicht, die Patienten meine nicht, auch Englisch nur vereinzelt. Es war niemand da ( wie z.B, in Deutschland) der mir sagte mach dies,mach das. Zum Glück war ein langjähriger Volontär aus Holland dort, Huub B., er half mir, mich einigermaßen zurecht zu finden,gab mir Hilfestellung, was ich tun kann, wo ich was finde usw.

Seine größte Hilfe aber war, wenn ich weinend daran gezweifelt hatte, ob ich das wirklich will und kann. Wenn ich drauf und dran war, den Einsatz abzubrechen hat er mir wieder Mut gemacht. Nach 3 Tagen Heulen ist buchstäblich der Knoten geplatzt und ich blieb nicht nur die geplante Woche, sondern habe meinen Urlaub gecancelt und blieb auch die zweite Woche. Im selben Jahr folgten noch 2 weiter Einsätze und alle folgenden Jahre war ich 1-2 mal jährl. dort.
Das Land, die Menschen, die Arbeit sind mir unglaublich ans Herz gewachsen.