Seit ca. 3 Jahren hat Wat Phrabatnampu ein neues Krankenhausgebäude, das von thailändischen prominenten Personen finanziert wurde. Für die Patienten ist der Aufenthalt dadurch um einiges komfortabler geworden, vor allem was die Hygienebereiche anbelangt, also Toiletten und Duschräume usw. Die Patientenzimmer jedoch sind nach wie vor mit europäischen Krankenhäusern nicht vergleichbar. Es sind Großräume für jeweils 20 – 30 Patienten, die zwar alle mit HIV infiziert sind, aber darüber hinaus an diversen weiteren Erkrankungen leiden, angefangen von Querschnittslähmungen, Behinderungen durch Schlaganfälle bis zu Blindheit. Viele Patienten können daher das Bett nur schwer oder gar nicht verlassen, Privatsphäre gibt es nicht.
Nun mag so manch einer denken….wie furchtbar… wie traurig…. oh mein Gott….usw. Klar trifft das irgendwie auch alles zu, aber man spürt es nicht vordergründig. Man sieht ganz selten jemand jammern und weinen, es herrscht zumeist eine gelassene (vermutlich dem Buddhismus geschuldete), oft fröhliche Stimmung, es wird gescherzt, gelacht und manchmal auch geschimpft und sich geärgert.

Es leben dort Patienten zum Teil schon viele Jahre, aber auch solche, die aufgrund früher Diagnostik und guter Medikamente wieder zurück in ihr altes Leben und zu Ihren Familien gehen. Darüber freuen wir uns natürlich alle. und wir trauern alle, wenn Patienten sterben. Üblicherweise werden Sie direkt im Kloster eingeäschert und mit einer Trauerfeier verabschiedet. Die Trauerfeier findet mit Mönchen mit buddhistischen Gebeten und Ritualen statt.

Im Kloster leben auch viele infizierte Menschen, die darüber hinaus jedoch noch gesund sind. Dafür gibt es kleine Häuschen für 1-3 Personen. Sie helfen unter anderem bei der Patientenpflege, in der Küche, im Garten, in der Information und im Spendenbüro und vieles mehr….